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  • IOGT-Story
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    Die internationale Organisation der Guttempler hat im Laufe ihres nunmehr über 150-jährigen Bestehens, nicht zuletzt durch die beiden Weltkriege äußere Wandlungen durch-gemacht und innere Veränderungen erlebt, die auch vom Trend des Zeitgeschehens nicht unberührt geblieben sind.
    Dennoch sind die grundsätzlichen Forderungen an die Mitglieder aller Guttempler-Verbände in der Welt die gleich geblieben: Unbedingte alkoholfreie Lebensweise, weil nur sie allein dem Hilfesuchenden Sicherheit geben kann, Gleichberechtigung aller Menschen, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion und Weltanschauung im Sinne der Brüderlichkeit und Förderung des Friedens in aller Welt.

    Guttempler sind bewusst alkoholfrei lebende Menschen. Sie engagieren sich ehrenamtlich, informieren und helfen bei Alkohol- und Medikamentenproblemen. Guttempler unterstützen nicht nur den unmittelbar Betroffenen bei der Suche nach einen neuen Weg. Auch deren Partner, Kinder und Freunde sowie Kollegen treffen auf offenen Ohren für ihre Nöte.

    Neben der Sucht-Selbsthilfe bieten die Guttempler-Gemeinschaften mit ihren kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Zielen Raum für alkoholfreien Begegnungen, Weiterbildung und Freizeitgestaltung für alle Altersgruppen.

    Die Guttempler sind davon überzeugt, dass jeder Mensch einzigartig ist und einen unendlichen Wert besitzt. Jeder Mensch hat ein Recht auf persönliche Freiheit und verpflichtet sich dazu, seinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität aller zu leisten.
    Die Guttempler-Gemeinschaft ist das weiterführende Angebot für Menschen, die sich dem Guttempler-Orden als Mitglied anschließen wollen.

    Man findet Guttempler-Gemeinschaften unterschiedlicher Prägung; es gibt Problem orientierte und solche, die sich vorwiegend mit gesellschaftlichen oder persönlichkeitsbildenden Themen bzw. Freizeitbeschäftigungen befassen.

    Guttempler gibt es weltweit. Sie haben international Programme zur Suchtvorbeugung, zum politischen Umgang mit Alkohol- und anderen Drogenproblemen sowie Hilfe für Abhängige und deren Angehörigen entwickelt.

    Guttempler zeigen, dass neue Freundschaften entstehen und gepflegt werden können. Sie haben erkannt: sich selbst und anderen zu helfen macht Spaß und ist gelebtes soziales Engagement. Sie handeln aus Überzeugung und laden zum Mitmachen ein.
    Enthaltsamkeit ist die Grundlage, Brüderlichkeit der Weg und Frieden das Ziel der Guttempler.
  • I.O.G.T. – Geschichte
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    Die ersten Mitglieder sind um ihrer selbst und um des Nächsten Willen zu dem Entschluss gekommen, den Guttempler-Orden ins Leben zu rufen. Sie wählten für ihre Zusammenkünfte eine Arbeitsweise, die nicht dem trocken-sachlichen Vereinsleben entliehen war. Jede Zusammenkunft sollte eine Stunde der Besinnung und der Ermutigung sein.

    Da die Mitglieder – ältere wie jüngere – ständig einen Impuls zu lebendigem Schaffen erhalten sollten, entwickelte man eine Form, die weniger auf Verstand als auf Gefühl und Willen abgestimmt war.

    In Anlehnung an die Tempelritter, die gleichzeitig kämpften und Verwundeten halfen und sie pflegten, wählte man die Bezeichnung “Orden der Guten Templer”.

    Der Orden blieb nur 17 Jahre auf Amerika begrenzt. Der 24-jährige Malergeselle Joseph Malins, der zwei Jahre zuvor nach USA ausgewandert war, brachte den Orden nach England, seinem Heimatland und damit nach Europa.

    1877 wurde die erste Gruppe in Norwegen gegründet. 1879 fasste der Orden in Schweden und 1880 in Dänemark Fuß.

    Von unseren nördlichen Nachbarn kam der Orden kurze Zeit später nach Deutschland. Andere Kanäle führten von den USA und von England aus nach Mittel- und Südeuropa, nach Afrika, Asien und Australien. Aus dem ursprünglichen “Inde-pendent Order of Good Templars” wurde der “International Order of Good Temp-lars”, ohne dass die traditionelle Abkürzung I.O.G.T. geändert zu werden brauchte.

    Diese Buchstabenfolge blieb auch erhalten, als man 1966 in Lausanne beschloss, Orden in Organisation umzuwandeln. Diese Änderung waren Anschlusswünsche mehrerer Abstinenz-Verbände aus verschiedenen Ländern, die nicht in einer Guttempler-Tradition gewachsen waren, sich aber dem Guttempler-Orden verbunden fühlten und als Mitgliedsverbände oder “abgeschlossene Organisationen” beitreten wollten. Das galt insbesondere auch für alle mohammedanischen Vereinigungen und Zusammenschlüsse. Deshalb heißt es heute im englischen Sprachgebrauch “International Organisation of Good Templars – I.O.G.T”.
  • Guttempler in Deutschland
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    Ab etwa 1820 kam es in Deutschland zu einem rasanten Anstieg des Alkoholkonsums, der um 1900 mit jährlich 10 Litern reinen Alkohols pro Kopf bereits das Niveau von heute erreichte.

    Durch die Industrialisierung in den Städten setzte eine gewaltige Landflucht ein. Immer mehr Menschen zog es in die Städte, um hier Arbeit zu finden. Sie verließen damit ihre sozialen Bindungen innerhalb von Großfamilien und mussten nun meist isoliert und anonym in der bedrückenden Enge der städtischen Elendsviertel leben.

    Diese Menschen waren besonders anfällig dafür, mit Hilfe von Alkohol kurzfristig ihre Sorgen zu betäuben und ihrem Elend zu entfliehen. Die Kneipe um die Ecke war für sie darüber hinaus ein viel angenehmer Aufenthaltsort, als ihre kalten, nassen und viel zu kleinen Wohnungen. Die Problematik wurde durch neue Erfindungen und Transportmöglichkeiten noch begünstigt.

    Die „Mäßigungsbewegung“ wurde zur größten und wichtigsten Bewegung des 19. Jahrhunderts. Bereits 1845 hatten in Deutschland auf Anregung des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen 1,65 Millionen Menschen freiwillig schriftlich erklärt, sich des Schnaps zu enthalten. Diese Volksbewegung brach mit der Revolution von 1848 zusammen. An ihrer Stelle gründeten sich die bis heute bestehenden Abstinenzvereine. Ihr Ziel war es, Alkoholkranke nicht mehr wie bisher in Anstalten einzusperren, sondern ihnen und ihren Familien wirksam zu helfen, vom Alkohol loszukommen.

    Der Guttempler-Orden kam über Dänemark nach Deutschland. Am 18.02.1878 wurde die erst deutschsprachige Gemeinschaft, die Tyksland Storloge Nr. 1, Deutschen Großloge Nr. 1 in Nordschleswig – heute dänisches Gebiet gegründet. Am 06.10.1889 erfolgte die Gründung des Deutschen Guttempler-Ordens mit der Deutschen Großloge Nr. 2.

    Im Jahre 1900 wird der Deutscher Guttempler-Orden ein eingetragener Verein mit 9.273 Mitgliedern und es entwickelten sich bis 1913 insgesamt 1440 Guttempler-Gemeinschaften mit insgesamt 77.301 Mitgliedern (4.).

    Quellen- und Literaturangaben
    1. Merkblätter „Soziales Engagement für Guttempler“, Stand 12.02.2004
    2. Programmheft „Guttempler in Niedersachsen u. Sachsen-Anhalt “
    3. Buch „Lieber schlau als blau“, Johannes Lindemeyer
    4. Arbeitshilfen für Guttempler, GBW-Impulse, Guttempler-Bildungswerk
    5. Zehn Jahre Guttempler-Gemeinschaft „Nienburg“, 1986
    6. Die Geschichte der Guttempler in Deutschland, A. Kössel

Männer und Frauen schlossen sich in Logen zusammen

der Guttempler-Orden Gegründet im Jahre 1851 in Utica (USA)

Inserat in der HORNEBURGER ZEITUNG am 21.05.1914


Hilreiche Links


der Paritätische Sachsen-Anhalt


Alte Ölmühle


AWO Magdeburg
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Guttempler in Deutschland

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